Das Wasserdienstbuch der FF Spitz

Bis 1975 zurück findet man Aufzeichnungen über Wasserdienstleistungsbewerbe.

Seit damals waren auch die Mitglieder der FF Spitz erfolgreich bei den Bewerben unterwegs.

In mühevoller Kleinarbeite wurden nun die Daten der alte Bewerbe gesammelt, ausgewertet und digitalisiert.

Wir möchten Ihnen diese ebenfalls zur Verfügung stellen, weisen aber darauf hin, dass wir kein Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der Angaben geben können.

Herzliches Dankeschön auch an Andreas Altrichter von der FF Vestenpoppen-Wohlfahrts für die Bereitstellung der Daten.

Beschreibung eines Bewerbes

Um allen Feuerwehren Gelegenheit zu geben, ihren Ausbildungsstand unter Beweis zu stellen, wurde beschlossen, Wasserdienstleistungsbewerbe zu veranstalten.

Der Wasserdienstleistungsbewerb wird als Zillen-Zweier und Zillen-Einer ausgetragen.

Neben der Zillenwertung erfolgt auch noch eine Mannschaftswertung.

Jedes Jahr werden in verschiedenen Bezirken in ganz Niederösterreich Wasserdienstleistungsbewerbe abgehalten.

Der Landeswasserdienstleistungsbewerb bildet den letzten Feuerwehrbewerb einer Zillensaison und wird ebenfalls jährlich an einem anderen Ort ausgetragen.

Während der Bewerbe kann man in den Klassen Einmännisch und Zweimännisch antreten.

Hat man das 40igste Lebensjahr überschritten darf man in der „Altersklasse“ antreten und bekommt für jedes weitere Lebensjahr eine Sekunde Fahrzeit abgezogen.

Gewonnen hat jene Zille mit der schnellsten Endfahrzeit.

Werden während der Fahrt Fehler begangen, bekommt die Zille Schlechtpunkte zur Fahrtzeit addiert.

Der Start erfolgt durch das Starttor. Die Zille muss daraufhin ca. 600m im Zweimännischen bzw. 300m im Einmännischen gegen die Strömung mit einem Schiffshacken geschoben werden. Dabei sind Tore zu passieren.

Danach muss ein Schwimmholz (Holzstück, welches eine ertrinkende Person simuliert) aufgenommen werden.

Danach wird auf das Ruder umgegriffen. Hier müssen 3 Gassen durchfahren werden. Zusätzlich muss die Zille noch zweimal um 180° gewendet werden.

Danach erreicht man die Zielgasse und die Zeitnehmnung wird beendet.

 

Antrittsmöglichkeiten

Man hat bei den Bewerben die Möglichkeit, alleine oder zu zweit mit der Zille anzutreten.

Tritt man zu zweit an, gibt es noch die Unterscheidung zwischen „Bronze-“ und „Silber-“ Fahrt.

In Bronze können sich die beiden Teilnehmer selbst aussuchen, wer vorne und wer hinten in der Zille steht.

In Silber wird die Position durch Zufall (Würfeln) bestimmt. Es müssen daher die beiden Teilnehmer beide Positionen beherrschen.

Am Ende des Tages werden die zwei besten Bronze-Zeiten, die zwei besten Silber-Zeiten und die drei besten einmännisch-Zeiten zusammengezählt und ergeben dann eine Mannschaftswertung.

Welche Mannschaft hier die niedrigste Zeit erreicht hat gewinnt die Mannschaftswertung.

 

Besonderheiten

Bei den Bezirksbewerben starten alle Teilnehmer aus dem Bezirk in einer eigenen Wertungsgruppe . Teilnehmer aus einem anderen Bezirk werden in der „Gäste“-Wertungsgruppe geführt.

Bei den Landeswasserdienstleistungsbewerben gibt es keine Unterscheidung nach Bezirken. Hier fahren alle Zillenfahrer aus ganz Niederösterreich gegeneinander.

Dafür gibt es aber eine weitere Antretemöglichkeit: die Meisterklasse

Fährt man bei den Landeswasserdienstleistungsbewerben als Einmännischer-Fahrer unter die Top 3, dann steigt man in die Meisterklasse auf und darf ab dem nächsten Jahr bei den Landesbewerben nur noch in dieser Klasse starten.

Dasselbe Prinzip gilt auch für die zweimännischen Fahrten. Hier muss man allerdings bei zwei verschiedenen Landeswasserdienstleistungsbewerben unter die Top3 kommen. Ob dies in der Kategorie Bronze oder Silber geschieht, ist egal.